SOL – es geht dem Ende zu
Wie steht es mit meinen Lernzielen?
Ob ich sie erreicht habe? Ja und nein!
Ich habe festgestellt, dass ich mir für dieses Projekt viel zu viel vorgenommen habe. Dennoch glaube ich, dass ich bezogen auf meine Webseite und den Einbau verschiedener multimedialer Elemente durchaus Fortschritte gemacht habe. Und bezogen auf Adobe GoLive CS2 habe ich tatsächlich einiges gelernt. Und so ganz nebenbei habe ich mich auch mit Screen-Casting ein bisschen vertraut gemacht, indem ich erste Schritte mit dem Programm Camtasia gemacht habe.
Etliches habe ich natürlich nicht erreicht: viel ist aus der angestrebten gesamt Seite nicht geworden, aber irgendwo in der Mitte des SOL-Kurses ist mir aufgegangen, dass hier auch wieder einmal der Weg das Ziel ist: die Auseinandersetzung mit Neuem – und als Fan des Konstruktivismus gesprochen – der Einbau dieses neuen Wissen in meinen Kontext ist mir als eigentliches Ziel aufgegangen. Und da hat sich tatsächlich eine Menge getan.
Auch das Bloggen als Form des Austauschs mit mir selbst – auch mit anderen, aber viel zu wenig – und als Möglichkeit, die Gedanken zu sammeln und zu konzentrieren, habe ich für mich entdeckt. Während andere bezogen auf das Bloggen in fünffüßigen Jamben reimen, stotterte ich zwar noch so vor mich hin, aber immerhin…
Wie fühle ich mich jetzt?
Och, gut! ich konnte mir schon einige Kenntnisse in Adobe GoLive CS2 aneignen und mittlerweile so leidlich mit dem Programm umgehen. Manches Weltbild schon leichter, wohl wissend, dass sich viele Tools, die das Programm anbietet,sicher noch nicht beherrsche, nicht mal weiß dass es sie gibt. So ist mir relativ spät die Funktion der Navigation im Programm aufgefallen, die die Strukturierung der Seite und ein leidlich einheitliches Layout möglich macht. Das hat vieles vereinfacht. Dennoch werde ich das Programm weiter benutzen und meine Kenntnisse ausbauen.
Wo gab es Probleme?
Ja, die Probleme die bei diesem Selbstorganisierten-Lernen-Projekt aufgetreten sind sind eigentlich typisch: Geht man autodidaktisch auf ein Programm los und versucht sich die Funktionen anzueignen, kommt man mit Literatur, Podcasts und viel eigenem Spieltrieb schon relativ weit, der Aufwand dafür an Aufmerksamkeit und Zeit ist jedoch auch ziemlich groß. Und manche Funktionen erkennt man so einfach nie, weil man gar nicht weiß, dass es sie gibt. Wer liest schon die Literatur von S. 1 bis S. 600?
Bei dem Programm Photoshop habe ich diese Erfahrung auch schon gemacht: man kommt schon ein ganzes Ende weit mit den Dingen wie man sich selbst erschließen kann, betreibt dafür aber relativ viel Aufwand. Nachdem ich einen Kurs an der Volkshochschule belegt habe, erschließen sich die Basics viel einfacher und schon während der Schulung habe ich mir Dinge aufgeschrieben, die ich dann privat weiterverfolgen möchte. Damit habe ich einen Fundus an Wissen, auf dem ich relativer leicht in die Richtungen aufbauen kann, die ich unbedingt benötige oder die mich besonders interessieren.
Und so ist es auch mit diesem Kurs SOL: sicher wäre mir vieles leichter gefallen, wenn ich zu Beginn meines Projektes tatsächlich eine Art Präsenzveranstaltung besucht hätte: man tut sich einfach leichter mit Inhalten und ist auch gerade zu Beginn – wie es mir auch passiert ist – nicht so frustriert, wenn’s mal nicht weiter geht. Einige Kommentare, die Leser zu meinem Tema abgegeben haben, haben mich echt weiter gebracht und auch ein wenig „getragen“.
Wie ist es mit dem Bloggen?
Ja nun: Man fühlt sich ein wenig wie der Nachtfalke, der in seinem Sender sitzt, Gespräche führt oder seine Gedanken einfach so „in die Schwärze der Nacht“ sendet. Wer zuhört, weiß man am Ende nicht. Und bezogen auf die Veröffentlichung der Schwierigkeiten oder Probleme die man hat, hat es was Exhibitionistisches. Es fühlt sich ein bisschen so an, wie wenn man zum ersten Mal in die Sauna geht: Es ist einfach komisch, aber man gewöhnt sich dran.
Was auch ein Problem war, war der Mangel an Zeit und eine -mir wohl bekannte- Diskontinuität. Mit anderen Worten (weniger pädagogisch): bevor der Takt abgelaufen war, einfach die wilde Sau rausholen und reinklotzen. Das war bei mir schon immer so und ich glaube, mit diesem Problem werde ich auch fürderhin leben müssen.
Was habe ich gegen die Problem unternommen?
Nicht wirklich was. Einfach weitergemacht und mich dran gewöhnt. Das liegt ein bisschen in meiner Natur: Wenn ich bestimmte Dinge wirklich will, kann ich wie ein abgezogener Tesastreifen sein: klebrig und man wird denn so einfach nicht wieder los. Die Probleme mit dem bloggen haben sich wie mit dem Saunabesuchen erledigt. Man gewöhnt sich daran und die Vorteile, nämlich die der Konzentration auf das Wesentliche und das Drehen und Wenden des Problems, überwiegen einfach.
Die Frage, ob ich wirklich ein Typ für selbstgesteuertes Lernen bin, kann ich nicht beantworten. Ich glaube, dass diejenigen, die sich ihre Zeit besser einteilen als ich, eher dafür geeignet sind. Ich brauche einfach einen Coach, der mir immer ein bisschen im Nacken sitzt, und mich -kollegial und verständnisvoll- an passender Stelle anschubst.
Wie würde mit den Zielen umgehen, wenn ich nochmal zu wählen hätte?
Ganz einfach: ich würde mir ein weniger Ziele wählen und ich würde einen Volkshochschulkurs belegen.
Wie sah es mit der Unterstützung im Umfeld aus?
Damit sah es – eher – mau aus: an Feed-back durch die Kommilitonen und durch die Tutoren hat es doch ein wenig gemangelt, wobei ich aber ausdrücklich darauf hinweise, dass ich auch mit Feed-back äußerst sparsam war, einfach weil Zeit fehlte. Letztlich mangelte es bei mir bei dem SOL-Projekt an Zeit, weil ich die definitiv für die andere Inhalte verwenden musste.

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